282. »Aber vergiss es nicht, wie punktal die 280!«, raunzte Wurmina den Bauarbeiter an, der verdattert aus der Wäsche glotzte. »Und nun noch was: Hast Du einen Wurm gesehen, der hier rumschreit? Wenn ja, wäre es nett, wenn Du mich hochhebst und zu ihm bringst.« Der Bauarbeiter hatte tatsächlich Wurm gesehen und wusste, wen Wurmina meint. Behutsam nahm er Wurmina auf seine Hand und ging wie auf rohen Eiern zu der Stelle, wo Wurm heiser und völlig erschöpft saß. »Wurm"«, rief Wurmina von der Hand herunter, die sie eben sanft zu Boden ließ. »Wurmina? Wurmina!«, sagte er erst unsicher und dann freudig erregt. Wurm trieb es die Freudentränen in die Augen. Die beiden umarmten sich und gaben sich einen langen, leidenschaftlichen Kuss.
285. Wurmina und Wurm saßen auf der Terrasse ihres neuen Heims, das sie nun gemeinsam bezogen. "Hoffentlich baggert man uns nicht wieder das Dach vom Kopf!", sagte Wurm lächelnd. "Jetzt, da wir endlich zusammen sind." Wurmina lächelte und schmiegte sich an Wurm an.
287. Poch, poch, poch... Wurmina gähnte. Poch, poch, poch... Jemand hämmerte gegen die Tür. Es war der nächste Morgen. Wurmina stieß Wurm an. "Los geh mal zu Tür und sieh nach, wer das ist", sagte Wurmina verschlafen. Missmutig trotte zur Tür...
288. Wurm rieb sich noch den Schlaf aus den Augen, als er zur Tür schlich. Kaum hatte er diese geöffnet, sah er zwei Würmern in die Augen, die sofort näher kamen, sodass es Wurm unmöglich war, die Tür gleich wieder ins Schloss fallen zu lassen. "Guten Morgen, Herr Wurm. Wir sind von den Wurmovas Zeugen und würden mit Ihnen gerne über die Weltlage reden und wie uns Gott dabei helfen kann, diese Krisen zu meistern."
289. Wurm war völlig überfordert. "Ähm... ja, kommen Sie doch herein", brabbelte er. Die beiden merkwürdigen Typen betraten die Wohnung. Wurm schloss die Haustür. Verdattert blickte Wurmina die beiden von Wurmovas Zeugen an, als sie das Wohnzimmer betraten.
290. Etwas irritiert, dass Wurm die Frenden herein ließ, fragt seine Frau: "Wer sind sie, und womit können wir ihnen helfen?" Wieder stellten sich die zwei ihr noch Unbekannten vor. Diesmal jedoch war Wurmina hellwach, strafte Wurm mit einem Blick, den nur Frauen können, und sagte fast zeitgleich zu den Wurmovas Zeugen: " Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut, doch wir haben alles was wir brauchen. Und nun darf ich sie höflich ersuchen, sich auf die andere Seite der Eingangstüre zu begeben." Sie grinste beide an, und komplimentierte sie bei der bereits von ihr geöffneten Eingangstüre hinaus.
291. "Sag mal, Wurm, bist Du von allen guten Geistern verlassen? Einfach so irgendwelche Würmer ins Haus zu lassen! Wer weiß, was die mit mir angestellt hätten?", sagte Wurmina sichtlich erbost. "Aber, liebste Wurmina", verteidigte sich Wurm, "das waren doch nur Zeugen Wurmovas. Du glaubst doch nicht wirklich, dass die Dir etwas getan hätten?" "Glaubst Du wirklich, dass das fromme Zeugen waren? Könnte ja jeder behaupten!", sagte Wurmina schnippisch und ging in die Küche. "Wurmina...", sagte Wurm noch larmoyant, aber da warf Wurmina ihm schon die Küchentür vor der Nase zu.
292. Die beiden Typen der Zeugen Wurmovas standen immer noch vor der Tür und lauschten. Sie hörten den kleinen Streit der Wurms. "Hmm..." machte der eine. "Meinst du, wir sollten es nochmal probieren? Sehr ergiebig war der kurze Besuch ja nicht."
293. Was die beiden nicht bemerkten war, dass Wurmina ihnen vom Küchenfenster aus zu hörte, dann mit drohender Gebärde und mit nem Kochlöffel bewaffnet ungalant hinaus wetterte: "Traut euch nur, ich wart eh drauf."
296. Wurmina hatte den ganzen Tag über so ein ungutes Gefül in der Magengegend und konnte auch Nachts nicht schlafen. Und wie sie nun mal gestrickt ist, setzte sie sich wirklich hinter die Einganstüre mit einem Kochlöffel und einem Messer hin. Wurm schüttelte nur den Kopf und ging mit einem mürrischen "Gute Nacht" zu Bett.
297. »Du, Karle?«, flüsterte der eine Wurm, »War das wirklich so eine gute Idee uns für Zeugen Wurmovas auszugeben? Ich denke, die glaubten uns kein Wort.« »Ach, sag bloß«, raunzte der Andere und rollte mit den Augen. »Aber warte es nur ab. Die werden sich noch wundern!«
298. Am nächsten Morgen saßen Fr. und Hr. Wurm schon beim Fühstück als die Wirmpost geliefert wurde. Würmchen laß diese immer gerne dabei, also hoilte er sie herein. Und gleich am Titelblartt waren die Wurmovas als Verbrecher abgebildet, die die leerstehenden Behausungen ausraubten und auch bei Kinderhandel keinen halt machten. Er blätterte sofort weiter, damit sich Wumina keine Sorgen macht, Nach dem Frühstück wollte Wurm sofort die Wurmizei verständigen.
299. "Wurmizei Wurmhausen. Was kann ich für Sie tun?". Vor Schreck legte Wurm wieder auf, denn Wurmina kam herein. "Mit wem hast du denn telefoniert Schatz?", fragte sie...
300. »Ach... nur mit dem Pizzadienst. Ich hatte Hunger... aber Du hast ja gekocht...«, stammelte Wurm zur Ausrede und merkte an Wurminas Gesicht, dass sie ihm genau ansah, dass er sie anflunkterte. »Was ist los, Wurm?«, herrschte sie ihn daraufhin an.